WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO
Tanztheater nach dem gleichnamigen Buch von Christiane F.
Donnerstag, 26.März 2026, 9 und 11 Uhr
auf der TanzhausBühne in der Tanzwerkstatt NO LIMIT e.V.
Buschallee 87 – 13088 Berlin – Weißensee
im Anschluss an die Vorstellung gibt es eine Gesprächsrunde mit den Darsteller:innen
- Eintritt auf Spendenbasis –
Thema: Konflikt-, Gewalt-, Drogenprävention
Zielgruppe: Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren,
für Schulklassen empfohlen (ab 6./7.Klasse)
DAS STÜCK
Christiane F. kam mit 12 in einem evangelischen Jugendheim zum Haschisch, mit 13 in einer Diskothek zum Heroin. Sie wurde süchtig, ging morgens zur Schule und nachmittags mit ihren ebenfalls heroinabhängigen Freunden auf den Kinderstrich am Bahnhof Zoo, um das Geld für die Drogen zu beschaffen. Ihre Mutter bemerkte fast zwei Jahre lang nichts vom Doppelleben ihrer Tochter.
Die Geschichte der Christiane F. steht stellvertretend für viele andere Schicksale von Kindern, die in der Öffentlichkeit erst als Drogentote zur Kenntnis genommen werden. Die tragische Geschichte von Christiane F. wiederholt sich in Berlin, in Kleinstädten und Dörfern zehntausendfach …
DAS PROJEKT
Das Projekt „Bahnhof Zoo“ zeigt die Verantwortung jedes Einzelnen in der Gesellschaft, um Schicksalen wie das von Christiane F. entgegenzuwirken. „Sich kreativ ausdrücken können, heißt Identität gewinnen!“, jeden als Persönlichkeit begreifen und fördern, jedem eine Chance geben, das ist das Ziel und die Verpflichtung der Tanzwerkstatt NO LIMIT e.V.
Bereits die siebte Tanzgruppe der Tanzwerkstatt setzt sich inhaltlich und tänzerisch mit der Thematik auseinander. Die konzentrierte und intensive Beschäftigung mit dem Thema gibt den Jugendlichen das Selbstvertrauen, eine Geschichte zu erzählen, die nicht ihre eigene ist. Sie spielen ausdrucksstark und emotional. Dieses Stück rüttelt auf, es ist laut, es ist ein Hingucker.
Die atemberaubende Choreografie begeisterte mittlerweile tausende Zuschauer u.a. im FEZ Wuhlheide, in Theatern, bei Schulvorstellungen, auf Demonstrationen und Straßenfesten.
Mit unserer Interpretation von WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO haben wir den Berliner Präventionspreis 2003 der Landeskommission Berlin gegen Gewalt gewonnen.
MITWIRKENDE
Tänzer:innen der Tanzwerkstatt NO LIMIT e.V. im Alter zwischen 12 und 16 Jahren (Gruppe SEEPFERDCHEN)
CHOREOGRAFIE / KÜNSTLERISCHE LEITUNG Cirsten Behm
PÄDAGOGISCHE & INHALTLICHE PROJEKTBETREUUNG Lisa Schreier
TEAM Stefanie Swieca, Lisa Schreier, Lili Behm, Kaja Krajnik, Sunny Hoffmann, Ole Brauer
MUSIKALISCHE BERATUNG / KOMPOSITION Michael Behm
WIE WIR ARBEITEN
Die Tänzer:innen sind heute zwischen 12 und 16 Jahre alt. Im Herbst 2023 begann die gemeinsame Arbeit unter Anleitung von Cirssten Behm -Choreographin, Tanzpädagogin und künstlerische Leiterin der Tanzwerkstatt NO LIMIT e.V.- unterstützt von älteren Tanzer:innen an der Wiederaufnahme von „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ in der Interpretation der Gruppe SEEPFERDCHEN.
Die Gruppe trifft sich zweimal wöchentlich zum 2-stündigen Training, zum Proben und zur dramaturgischen Arbeit. Außerdem finden Probenwochenenden und intensive Trainingsfahrten statt. Neben der Lektüre des Romans wurden in Gesprächsrunden eigene Erfahrungen und vermittelte Kenntnisse der Jugendlichen aus Alltag, Schule und Unterricht zu den Themen Drogenkonsum und allgemein Suchtverhalten hinsichtlich legaler und illegaler Drogen (auch die „neuen Süchte“ wie Computerspiel- und Internetabhängigkeit, Glücksspiel etc.) diskutiert und konnten so in die Inszenierung mit einfließen.
Im offenen Bereich der Tanzwerkstatt NO LIMIT e.V. arbeiten die Tänzer:innen zusammen mit unseren Sozialpädagoginnen an Projekten, die die Thematik der Choreographie begleiten und stützen.
Reservierungen für WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO
per Email an tanzwerkstatt@gmx.de
www.tanzwerkstatt-nolimit.de
„… irgendwann ist Fixern dann alles egal … ich musste den Kopf festhalten … Blut wegwaschen … es war überall … meine Mutter war völlig fassungslos … ich war total nass … ich fror … ich zitterte zugleich … ich halte das nicht aus … Illusionen… der goldene Schuss … Scheiße … Horrorträume… Babsi tot ??? – es war mir, als stünde mein Tod in der Zeitung…“


